Kasseler Gesundheitspreis 2015: "Gemeinsam gesund"

Eine unabhängige Jury aus Wissenschaft, Praxis, Medien und Gesundheitspolitik hat über die Vergabe des Kasseler Gesundheitspreises 2015 entschieden.

Aus 31 Bewerbungen wurden vier preiswürdige Bewerbungen ausgewählt. Diese wurden im Rahmen eines Festaktes am 13. November 2015 im Saal der Volkshochschule in der Wilhelmshöher Allee 19-21 in Kassel prämiert. Die Preisträger sind: Frauentreff Brückenhof, Grundschule Waldau, Kultur- und Sportverein Baunatal e.V. und Soziale Hilfe e.V.

Der 6. Kasseler Gesundheitspreis 2015 ist mit insgesamt 4750 € dotiert. Gespendet wurde dieser Betrag u. a. von der Kasseler Sparkasse, DRK Klinik Kaufungen, der Kurhessen Therme und der AOK Hessen.


1. Preis: Projekt "Die sauberen Toiletten" der Grundschule Waldau

Drei Jahre nach der Sanierung der Schultoiletten war die andauernde Verschmutzung der Toiletten ein Problem. Gemeinsam mit dem Beteiligungsmobil „Rote Rübe“ wurde das Bewusstsein der 350 Grundschulkinder für die Missstände geschärft und ihnen die eigene Verantwortung für den Umgang mit den Toiletten verdeutlicht. Alle Schülerinnen und Schüler bekamen Gelegenheit, ihre Ideen, Meinungen und ihren Unmut über die Toilettensituation zu äußern. Die Anregungen wurden ausgewertet und aufgegriffen. Es wurden die Toiletten farbig gestaltet und Lufterfrischer sowie farbiges Licht eingesetzt. Zusätzlich startete im Sinne einer nachhaltigen Gesundheitsförderung eine Aufklärungskampagne, die die Bedeutung des sorgfältigen Umgangs mit den Toiletten und das gesundheitsbewusste Handeln auf der Toilette zum Inhalt hatte. Die Schülerinnen und Schüler der 2. bis 4. Klassen entwickelten eine Bildergeschichte zur richtigen Toilettenbenutzung und ein Aufklärungsfilm.

2. Preis: „Gemeinsam gesund in der Tagesaufenthaltsstätte Panama“

Die Tagesaufenthaltsstätte Panama des Vereins Soziale Hilfe Kassel e.V. ist eine niedrigschwellige Einrichtung, in der Wohnungslose und Haftentlassene Versorgungs- und Beratungsangebote in Anspruch nehmen können. Da sich  besonders von Armut betroffene Menschen häufig ungesund ernähren wird im Panama schon länger versucht, dem durch gesunde Ernährungsangebote entgegenzuwirken. Das Angebot umfasst unter anderem ein vollwertiges Frühstück mit frischem Obst und selbst hergestellten vegetarischen Brotaufstrichen. Außerdem wurde auch für den Mittagstisch ein vegetarischer Tag eingeführt. Nach anfänglichen Vorbehalten konnten immer mehr Besucher von den leckeren, frischgekochten Gerichten überzeugt werden. Bei der Speiseplangestaltung wird auf Saisonalität und Regionalität geachtet.

3. Preis: Projekt "Fatma bleibt fit!" des Frauentreffs Brückenhof

Das SimA-Programm "Fatma bleibt fit!" dient bei wöchentlichen Treffen der geistigen und körperlichen Ertüchtigung älterer Menschen. Es bietet zahlreiche Übungen für ein wöchentliches Gedächtnis-, Psychomotorik- und Kompetenztraining. Die Kursleitungen (überwiegend Migrantinnen zwischen 40 und 60 Jahren) wurden über das Kasseler Sozialamt bzw. bei der VHS geschult. Jährliche Fortbildungen werden besucht, zudem haben 4 von 5 Kursleitungen eine einjährige Ausbildung zur Übungsleiterin beim Landessportbund Hessen absolviert. Die Gruppen begannen 2009 mit der Fortbildung zweier afghanischer Frauen, inzwischen gibt es türkischsprachige (seit 5 Jahren), russischsprachige und iranische Gruppen.

Sonderpreis: Kultur- und Sportverein Baunatal e.V.

Im KSV Baunatal trainieren 8000 Menschen, davon ca. 2200 Kinder. Der KSV Baunatal verknüpft als einer der ersten Sportvereine in Deutschland die Themen Bewegung, Ernährung sowie Gelassenheit und Zuversicht. Das ganzheitliche Vorgehen zieht sich wie ein roter Faden durch das Handeln im Verein. Prävention im Verein erfolgt durch ausgebildete Trainer für Gesundheitssport, durch Fachvorträge und Ernährungsberatung, durch Coachings und Kurse in Betrieben und Unternehmen. Durch aktive Bewegung zu mehr Lebensqualität und besserer Work-Life-Balance.


Die Jury

Frauke Mutschall (Institut für Sport und Sportwissenschaften/Universität Kassel), Dr. Christian Roth (Klinikum Kassel), Horst Neid (AOK), Martina Heise-Thonicke (HNA), Carola Jantzen (Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen), Dr. Karin Müller (Gesundheitsamt Region Kassel), Bettina Ungewickel (Regionalmanagement Nordhessen), Claudia Sauer (KVG)

Mit freundlicher Unterstützung

Kasseler Sparkasse / DRK Klinik Kaufungen / Kurhessen Therme Kassel / AOK Kassel
Veröffentlicht am:   05. 01. 2016  

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